Verdampfen von Cannabis: Diese Möglichkeiten gibt es

Bei den Freunden von Cannabis war der Genuss per Inhalation schon immer die beliebteste Variante, um Cannabis zu konsumieren. Das zeigt zum Beispiel die Tatsache, wie beliebt Kiffen heute immer noch ist. Selbst wenn Cannabis auf Rezept verschrieben wird, bevorzugen viele Patienten es, den Stoff zu inhalieren, anstatt es als Öl oder Extrakt einzunehmen. Welche Möglichkeiten es gibt, um Cannabis zu verdampfen, wird im folgenden Beitrag aufgezeigt.

Welche Vorteile bietet das Verdampfen von Cannabis?

Egal ob es beim Verdampfen um echte Cannabisblüten – also denen mit CBD und THC Gehalt geht – oder um reine CBD Blüten, die Intension dahinter ist es im Grunde genommen, dass die Wirkstoffe aus den Cannabisblüten so schnell wie möglich ihre wohltuende Wirkung entfalten können. Und das geschieht beim Verdampfen eben dadurch, dass der inhalierte Dampf über die Lungenbläschen in kürzester Zeit in den Blutkreislauf gelangt. Keine andere Methode des CBD- oder Cannabiskonsum kann dies gewährleisten. Weitere Vorteile sind:

  • Es entstehen im Gegensatz zum Rauchen keine toxischen Verbindungen, welche die Gesundheit schädigen.
  • Es wird mehr Wirkstoff aufgenommen, als bei anderen Formen des Konsums.
  • Die Dosierung ist relativ einfach.

Mit welchem Gerät wird Cannabis verdampft?

Es gibt verschiedene Geräte für das Verdampfen je nachdem in welcher Form das Cannabis vorliegt. Verdampft werden können somit Granulate bzw. CBD Kristalle, flüssige Cannabis Extrakte oder CBD Liquide und natürlich Cannabis Blüten.

Wer medizinisches Cannabis verdampfen möchte, kann bei seiner Krankenkasse nach einer Kostenübernahme für ein entsprechendes Gerät nachfragen. Das kann zusammen mit dem Antrag auf Kostenübernahme für Cannabis eingereicht werden.

Medizinisch zertifizierte Cannabis Verdampfer

Momentan gibt es 2 zertifizierte Vaporizer (Verdampfer) für das Verdampfen von Cannabis. Diese sind:

  1. Mighty Medic – ein tragbarer Vaporizer (Hand-Vaporizer)
  2. Volcano Digit – ein Tisch-Vaporizer

Mit beiden Geräten kann man Cannabisblüten sowie das Medikament Dronabinol verdampfen. Sie sind zusätzlich vom TÜV zertifiziert.

Worauf muss man beim Verdampfen von Cannabis achten?

Damit die bestmöglichen Ergebnisse erzielt werden, spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle:

  • das Gerät zum Verdampfen
  • die Dosierung
  • die Verdampfungstemperatur

Der richtige Vaporizer

Den gibt es eigentlich nicht. Es gibt nur persönliche Präferenzen, die eine Rolle bei der Auswahl des Geräts spielen und einige Merkmale, die ein guter Vaporizer aufweisen sollte. Es finden sind auf dem Markt einfache und günstige tragbare Kräuter-Vaporizer bis hin zu neusten High-Tech-Modellen. Äußerem gibt es sogenannte Vape Pens, mit denen man nur Liquide verdampfen kann. Andere Vaporizer wiederum eignen sich zum Verdampfen von Blüten und Harzen. Eine Beratung in einem entsprechenden Shop kann hier Aufklärung geben und sollte als Anfänger in Anspruch genommen werden.

Die perfekte Temperatur zum Verdampfen von Cannabis

Im Gegensatz zum Rauchen, bei dem das Tabak-Blüten-Gemisch mit 500°C bis 700°C verbrannt wird, erhitzt ein Vaporizer das Material nur auf 180°C bis 200°C. Hierbei handelt es sich um die perfekte Temperatur, um die notwendige Decarboxylierung – so nennt man die Umwandlung der Carboxylsäuren THCA und CBDA durch Abspaltung eines Moleküls unter Hitzeeinwirkung in THC und CBD – zu aktivieren.

Daher ist die richtige Temperatur beim Verdampfen so entscheidend für ein gutes Ergebnis. Dabei raten Experten, den ersten Zug bei 180°C durchzuführen und dann die Temperatur auf 210°C zu steigern und so bis zum Ende weiter zu dampfen.

Quelle: https://pixabay.com/de/users/wynpnt-868761/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=1917500

Die passende Dosierung

Die Dosierung beim Verdampfen ist genauso wie bei der Einnahme von CBD Öl abhängig von einigen Faktoren:

  • den Beschwerden
  • der eigenen Konstitution
  • der Gewöhnung

Anfängern wird empfohlen, mit einer möglichst geringen Dosis einzusteigen und diese dann nach und nach, je nach Empfinden anzupassen.

Vorbereitung der Cannabis Blüten?

Wer Blüten verdampfen möchte, egal ob es sich dabei um CBD oder andere Cannabisblüten handelt, sollte diese zuerst entsprechend zerkleinern. Dafür gibt es sogenannte Grinder – eine Art Kräutermühle, welche aus den Blüten ein feines Mehl herstellt, so dass man dieses sehr gut dosieren kann. Dazu bedient man sich am besten einer Feinwaage. Hier können kleinste Mengen wie 0,01 Gramm abgewogen werden und ermögliche so eine einfache passende Dosierung des Wirkstoffs.