Der Stuhl als ein Spiegelbild unserer Gesundheit

Viele Menschen werden an dieser Stelle vielleicht die Nase rümpfen, es ist aber wirklich so. Immer wieder wird davon gesprochen, dass unser Stuhl verlässlich Auskunft darüber geben kann, wie unser eigener Gesundheitszustand gerade ist.

Dabei gibt es mehrere Alarmsignale, die sofort dafür sorgen sollten, dass ein Arzt aufgesucht wird. Durch den Stuhlgang lassen sich außerdem ernsthafte Krankheiten erkennen. Auch wenn es kein angenehmes Thema ist, kann es daher wirklich sinnvoll sein, einen Blick auf den eigenen Kot zu werfen, um mehr über die eigene Gesundheit zu erfahren.

Doch was ist unser Stuhlgang überhaupt? Streng genommen handelt es sich dabei eigentlich nur um unverdauliche Nahrungsbestandteile, die einfach wieder ausgeschieden werden, weil sie vom Körper nicht weiter verwertet werden konnten.

Das ist aber noch lange nicht alles, denn im Kot sind genauso auch abgestoßene Zellen und andere Bakterien und Erreger zu finden, die durch den Stuhl ganz einfach ausgeschieden werden. Dazu gehören auch Teile unserer normalen Darmflora, selbst dann wenn ein Mensch gesund ist. Ähnlich wie in unserem Urin werden nämlich auch schädliche Bestandteile ausgeschieden, also Stoffe, die der Körper gerne loswerden möchte.

Was kann man auf dem Stuhl erkennen?

Zuerst einmal kann man aus der Häufigkeit des Stuhls nicht unbedingt etwas schließen, denn jeder Mensch hat unterschiedlich oft Stuhlgang. Dabei gilt als Regel, dass man sich bei dreimal täglich bis zu nur dreimal die Woche keine Sorgen machen muss. Krankheiten lassen sich sehr schnell am Stuhl erkennen.

Dabei gibt es zwei Richtungen: Kommt der Stuhlgang häufiger vor, wird von Durchfall gesprochen, kommt er dagegen seltener vor, kann von einer Verstopfung gesprochen werden.

Zudem kann man an der Stuhlmenge auch in etwa erkennen, wie viel gegessen wird. Dabei wird von einer normalen täglichen Stuhlmenge von 90 bis 200 g am Tag gesprochen. Gerade wenn jemand beispielsweise fastet, wird auch sein Stuhl geringer ausfallen. Wer sich aber eigentlich normal ernährt und trotzdem sehr hohe Ausscheidungen hat, sollte sich mit seinem Arzt in Verbindung setzen, denn oftmals kann dann eine Art der Verdauungsstörung vorliegen.

Was kann die Farbe des Stuhls aussagen?

Hierbei handelt es sich sicherlich um ein sehr spannendes Thema, nämlich um die Farbe des Stuhls. Wir die meisten wissen, kann der Stuhl ganz unterschiedlich aussehen.

Den Stuhlgang stellt man sich erst einmal immer braun vor, was vor allem vom Hämoglobin kommt. “Hierbei handelt es sich um ein Abbauprodukt. Dabei werden rote Blutkörperchen in der Milz abgebaut und es entgeht ein farbiger Gallenstoff, der sich Bilirubin nennt. So lässt sich die Farbe des Stuhls erklären“, berichtet Andrea Bianchi vom Draftgore Online Magazin.

Gerade wenn sich aber plötzlich die Farbe des Stuhls verändert, ist immer Vorsicht geboten. Der Stuhl verändert sich allerdings auch schon bei Kleinigkeiten, sodass sogar andere Lebensmittel für eine Verfärbung des Stuhls sorgen können. Auch Medikamente, innere Blutungen und andere Infektionen können direkt die Farbe des eigenen Stuhls beeinflussen.

Folgende mögliche Farben können im Stuhl auftauchen:

  • Sehr dunkel bis schwarz: Oftmals sieht dieser Stuhl beinahe aus wie Teer und deutet auf Blutungen im Inneren hin. Allerdings kann auch Rote Beete oder Schokolade zu diesem Effekt führen.
  • Sehr hell bis cremefarben: deutet oft auf Erkrankungen hin, vor allem die die Leber betreffen können.
  • Grün: Ist der Stuhl grün, wird dies meist durch Lebensmittel verursacht. Tritt er in Zusammenhang mit Durchfall auf, kann eine Darminfektion vorliegen.
  • Schleimiger bis weißer Stuhl: Auch hier ist Achtung angesagt, da diese Art von Stuhl beinahe immer auf verschiedene Krankheiten hindeutet. Hilfe bei Schleim im Stuhlgang sollte man sich daher auf jeden Fall holen.

Sobald sich die Farbe des Kots verändert, kann dies also immer auf Krankheiten hindeuten, gleichzeitig aber auch völlig harmlos sein und einfach nur durch ein Lebensmittel entstanden sein. Auch die Konsistenz und die Häufigkeit des Stuhlgangs sind letztlich auch mitentscheidend. Beobachten Sie Ihren Stuhl also stets gut!