Die eigene Klimabilanz verbessern: Ohne Auto zum Apfelkauf
In die Brotdose von Tochter Ylva gehören selbstverständlich Apfelspalten. Neulich im Lebenstedter Supermarkt habe ich mich gefragt: Warum kommen immer mehr Äpfel aus dem Ausland? Immer häufiger werden Äpfel aus Neuseeland und Argentinien importiert, um den Bedarf zu decken.
Foto: Rowohlt Verlag
Bange Frage: Darf man ohne Reue Fremdäpfel verspeisen, wo der Kohlendioxid-Ausstoß beim Transport um die halbe Welt doch enorm sein muss? Christoph Drösser, Wissenschaftsredakteuer der “Zeit” und Autor des Buches “Stimmt’s?”, gab einer Leserin mit der gleichen Frage eine einleuchtende Antwort:
Deutsche Äpfel würden auch erst kühl gelagert werden, bevor sie später in den Handel kommen – mit erheblichem Energieaufwand. In Übersee werde aber effizienter in größeren Plantagen mit höherem Ertrag je Hektar produziert. Zudem verbrauchen argentinische Bio-Äpfel 163 Gramm an CO2, wer mit dem Auto einen Kilometer zum Discounter fährt, stößt aber schon 300 Gramm aus.
Also, liebe Leserinnen und Leser, Sie können ihre Klimabilanz auch in Salzgitter verbessern: Einfach aufs Auto verzichten, wenn Sie zum Apfelkauf fahren. Auch wenn das – auf den ersten Blick – ein Biss in den sauren Apfel ist…
Salzgitter Zeitung: 4. Juli 2012, Salzgitter Lokales







