Hanf in der Medizin

Die meisten Menschen bringen noch immer Hanf mit Drogen in Verbindung. Ganz falsch liegen sie da natürlich nicht. Denn in der Pflanze sind Wirkstoffe enthalten, die berauschend wirken und psychoaktiv sind. Dabei handelt es sich um das THC. Das Tetrahydrocannabinol ist eine Substanz, welche eine bewusstseinserweiternde hervorruft und abhängig macht. THC zählt zu den Cannabinoiden. Im Hanf kommt aber auch noch ein anders Cannabinoid vor. Das CBD ist ein  Cannabidiol, welches nicht psychoaktiv wirkt. Das hat den großen Vorteil, dass es seit 2017 legal verkauft werden darf. Werfen wir nun einmal einen Blick auf die Wirkung, die CBD auslöst.

Gegen Schmerzen, Entzündungen und nervöse Leiden

Schon lange sind die heilenden Wirkstoffe der Hanfpflanze bekannt. Sie zählt zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt. Schon seit über 6.000 Jahren wird Hanf als Nutz -und Heilpflanze angebaut. Das Wirkungsspektrum ist groß. In unserem Körper befinden sich eigene Cannabinoide und Cannabinoidrezeptoren in unserem vegetativen Nervensystem und nehmen einen wichtigen Einfluss auf bestimmte Stoffwechselprozesse.

Wird von außen CBD zugeführt, setzt sich dieses nicht etwa auf die Rezeptoren. Nein, es interagiert mit dem Nervensystem und verhindert beispielsweise die Ausschüttung von Stresshormonen. Eine positiver Effekt, wenn man unter nervöser Unruhe und depressiver Verstimmung leidet. Selbst Schlafstörungen lassen sich damit behandeln.

Doch damit noch nicht genug. Bei Schmerzen hilft CBD ebenfalls. Viele Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, greifen lieber zu CBD anstatt zu starken Schmerzmitteln. Wer Entzündungen im Körper hat, kann diese ebenfalls damit behandeln. Diese Vielseitigkeit hat CBD in den letzten Jahren so beliebt gemacht und der Siegeszug hält weiter an. Denn das allgemeine Wohlbefinden lässt sich damit tatsächlich steigern.

CBD wird in verschiedenen Darreichungsformen angeboten. Sehr beliebt ist das CBD Öl. Dieses wird in unterschiedlich hoher Konzentration angeboten. Je nach Dosierung genügen mitunter schon ein bis drei Tropfen am Tag, um die positive Wirkung zu erzielen.
Wer akute Schmerzen hat, sollte sich vorsorglich einen Verdampfer zulegen. Wenn die Wirkstoffe über die Lunge inhaliert werden, dann setzt die Wirkung sehr viel schneller ein.

Im Kampf gegen den Krebs

Forschungen arbeiten mit Hochdruck daran, Cannabis gegen Krebs einzusetzen. Angeblich soll es möglich sein, den Wachstum der Tumore zu unterbinden oder zumindest zu verlangsamen. Fundierte, wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es dazu allerdings noch nicht. Jedoch macht es vielen Hoffnung, wenn Cannabis als alternative Behandlungsmethode möglich wird. Vor allem im Frühstadium dürfte es möglich sein, mit einer solchen Behandlung einen schweren Verlauf der Erkrankung zu vermeiden.

Es wird sicher noch eine Weile dauern, bis erste große Erfolge zu sehen sind. Doch allein der Wille, Hanf für alternative Behandlungen zu nutzen, ist schon der erste und auch wichtige Schritt in die richtige Richtung.

Coole Accessoires für mehr Akzeptanz

Leider denken noch immer die meisten Menschen nur an das Negative der Pflanze. Um sie endlich eines Besseren zu belehren, wird das Hanfblatt mit dem Untertitel „Für medizinische Zwecke“ zum neuen Symbol. Einige Discounterketten machen inzwischen regelmäßig Werbung mit diversen Hanfprodukten. Sei es Frischkäse mit Hanfsamen oder Hanferfrischungsgetränke. Die Bandbreite reicht bis hin zu neckischen Accessoires, wie Schlüsselanhänger oder Topflappen. Überall ist das typische Hanfblatt zu sehen. Das sorgt allmählich für deutlich mehr Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung.

Darüber hinaus gibt es sogar Kleidung aus Hanf. Die Pflanzenfasern von Hanf sind extrem belastbar und wurden schon früher für Kleidung oder Seile verwendet. Man könnte die Liste sicher noch beliebt fortsetzen. Doch im Wesentlichen steht der medizinische Zweck im Fokus.

Fazit

Hanf in der Medizin ist nicht neu. Die Legalisierung von CBD im Jahr 2017 hat den Startschuss gegeben, den Blickwinkel in der breiten Bevölkerung ein wenig zu ändern und das ist auch gut so. Denn vor allem bei Schmerzen, Entzündungen und selbst bei depressiven Verstimmungen und Schlafstörungen kann das CBD angewandt werden.