Kein Wind für Prinz Philip
„Völlig nutzlos, vollständig von Fördermitteln abhängig und eine absolute Schande“ – worum geht es? Euro-Rettungsschirme? Tabakanbau in Baden-Württemberg oder gar – und jetzt wird es richtig absurd – den Geschäftszweig der Subventionsberatung auf Europa-Ebene?
Nein, es geht um Windkraft an Land und einer ihrer größten Gegner ist Prinz Philip, fettnäpfchengestählter Gatte der Queen. Von ihm stammt das Eingangszitat. Ob die Landschaften um Steinlah und Lebenstedt durch die Windräder ästhetisch gewonnen haben, ist Glaubensfrage.
Vom Balkon im Hochhaus meiner Eltern in der Chemnitzer Straße sieht es in der Tat etwas kurios aus, wenn am Horizont über dem Rathaus die Windradarmada prangt wo früher nur Acker zu sehen war.
An nachhaltiger Energiegewinnung und der langfristigen Rentabilität von Windkraft zweifelt niemand, oder? „Glauben Sie an Märchen?“ beantwortete der 90-jährige Prinzgemahl die Frage selbstbewusst und schob hinterher, auf seinem Grund würde niemals eine solche Anlage stehen.[1]
Angesichts erlebter Atommüllendlagersuche vor Ort, ziehe ich gerne ein Märchen hinzu, wo ein Schlüssel für die zukünftige Energieversorgung liegt.
Was antworten Hänsel und Gretel auf die Frage der Hexe, wer an ihrem Haus knabbere: „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind.“
Salzgitter Zeitung: 6. Dezember 2011, Lokales



