Kuchen, bitte: Mampfen für Olympiagold
“Wenn die sich schon anstrengen, muss ich es ja nicht auch noch tun” – eine schöne Gegenthese zur Kollegin Fröhlich.
Sie warb in der Dienstagausgabe der SZ vom 31. Juli 2012 in der Kolumne “Guten Morgen im Norden” zu Recht damit, Sport im Fernsehen mit Sport zu Hause zu kombinieren.
Dennoch denken sich nun wohl viele: Das ist meine “quality couch time”, wie es Kabarettist Horst Schroth ausdrückt. Aber “Sofazeit für Olympia” will gelernt sein.
Nicht von ungefähr fragt die britische Zeitung The Guardian seriös: Welchen Wein während der Spiele verkosten? Zunächst: So patriotisch die Briten auch sind, eigener Wein wird nicht aufgemacht. Dafür haben sie es mit den Underdogs, auch in der Weinproduktion, Südafrika und Chile. Besonders empfohlen wird deutscher Riesling. Am besten ein trockener von der Mosel, dazu Thai-Snacks und Pasta.

Foto: Demotivateur.fr
Wie nun das Nützliche mit dem Schönen verbinden? Im Internet habe ich jüngst die Angebotstafel eines französischen Cafés gesehen: “Un café: 2,00.” – “Un café, s’il vous plait: 1,80.” Auf Deutsch: “Einen Kaffee: 2 Euro.” – “Einen Kaffee, bitte: 1,80.”
20 Cent Nachlass bei Höflichkeit – eine wunderbare Idee zum Nachmachen, nicht wahr? Aber Kuchen gibt es nur bei deutschen Olympiasiegen.
Mampfen für den olympischen Geist ist auch Anstrengung, also: Kuchen. Bitte!
Salzgitter Zeitung: 1. August 2012, Salzgitter Lokales





