17200 Mahnungen – das ist eine Hausmarke. So viele Aufforderungen hat die Bayerische Staatsbibliothek an Studenten verschickt, die ihre Bücher 2011 nicht pünktlich wiedergebracht haben. Stolze 155 000 Euro bringen die Mahngebühren ein.
Allerdings gingen mehr als 300 Bücher jährlich verloren oder kehrten ramponiert zurück, so Wolfgang Hilpert in einem Interview auf jetzt.de. Der Leiter für Benutzerdienste an der Staatsbibliothek berichtet weiter, dass Studenten anbieten, die Gebühren auch abzuarbeiten.
Für ideenreiche Nachahmer: Putzen, spülen, Buch abstauben geht nicht! Das wird in der Ostfalia-Bibliothek in Calbecht nicht anders sein als in unserer Stadtbücherei.
So oder so: Buchverleiher müssen hartnäckig und nachtragend sein, so Hilpert. Manche Mahnerfolge stellen sich erst nach ein oder zwei Jahren ein. Sicher würde das Klaus Perlbach, unser Stadtbibliotheksleiter, bestätigen.
Wie viele Mahnungen gehen bei ihm pro Jahr wohl an säumige Leser heraus? 17200 – das wären alle Einwohner Thiedes und Gebhardshagens – oder nur 2000, etwas mehr als alle Ringelheimer?
Und wie sieht es in Calbecht aus? 200 Mahnungen, also Hohenroder Ausmaße?
Was meinen Sie? Auflösung folgt.
Salzgitter Zeitung: 9. Februar 2012, Salzgitter Lokales











