Dubai – da schnalzt der polyglotte Geist in uns mit der Zunge. Sonne, Wolkenkratzer, künstliche Inseln und unsagbar viel Geld – was will man mehr? Das dachte sich auch Diego Maradona. Seit einem Jahr ist “die Hand Gottes” dort Trainer beim Club Al-Wasl.
Nach 13 Monaten ist nun Schluss: per Twitter kündigte sein Arbeitgeber. Die Reaktion des ehemaligen Ausnahmefußballers? Ich mache weiter! Das gibt genügend Spielraum für Spekulationen vor Ort. Viele heimische Vereine geben Trainingszeiten für die Vorbereitung zur Saison via Twitter, Internetseite und Facebook bekannt.
Dennoch erleben die Übungsleiter oft folgende Situation: Stell? dir vor, es ist Training und niemand geht hin. SMS-Absagen von Spielern kurz vor dem Punktspiel sind längst Usus. Was hält die neue Spielzeit im Zeitalter der medialen Vernetzung für Überraschungen parat:
Spieler fordern per Twitter ihre Einwechselung? Mannschaften, die komplett per Bluetooth-Kopfhörer taktische Anweisungen vom Trainer erhalten? Schiedsrichter, die aus der Ferne per Live-Stream gelbe Karten verteilen? Noch alles Utopie. Dass Trainer trotz Internet-Kündigung weitermachen, nun nicht mehr.
So oder so: Fußball bleibt spannend und Dubai ist (fast) überall…
Braunschweiger Zeitung, Peine: 14. Juli 2012, Lokalsport PeineAuch interessant:
Über Frank
Seit 1996 bin ich freier Mitarbeiter der Salzgitter-Zeitung, als Experte für das Geschehen im hiesigen Kreisfußball. Daneben sind meine Kolumnen seit 2005 fester Bestandteil im Lokalteil der Salzgitter-Zeitung. Zusammen mit Frau und Tochter sowie zwei gefräßigen wie faulen Stubentigern versuche ich das zu meistern, was das Leben, das Universum und der ganze Rest an Absurditäten für uns bereithalten.















































