Kinderfreundlichkeit, Großstadtstatus, Schuldenabbau – die Zukunft Salzgitters birgt viele Herausforderungen.
Sicher, ein wenig kommt durch den Konrad-Fonds ins Stadtsäcksel. Haupteinnahmequelle bleibt die Gewerbesteuer: Geht es Hütte, Volkswagen und Handel gut, ist der Gestaltungsspielraum relativ groß.
Ein wahrer Traum wäre es für die Stadt, könnte sie bei der Steuerkraft mit einer sicheren Rendite rechnen – so wie bei Sparbuch oder Aktien. Mit Rendite rechnen natürlich auch die Hedgefonds, die zu den größten Gläubigern Griechenlands zählen.
Die Spekulanten bangen nun um ihre Renditen. Sollten sie beim Schuldenverzicht Verluste machen, wollen sie laut Spiegel vor den Europäischen Gerichtshof ziehen und klagen: nichts Geringeres als das Menschenrecht auf Rendite. Gute Idee! Dann könnten Sie, die Stadt und ich im Erfolgsfalle einfordern: Her mit dem Geld, ohne zu fragen „Und, wer zahlt’s?“
Soweit wird es sicher nicht kommen. An Salzgitters Bonität (oder Zukunftsfähigkeit) arbeiten unsere Stadtväter durch ihr Vorhaben, sie so kinderfreundlich wie möglich zu machen.
Jetzt muss nur noch der Nachwuchs kommen – dann stimmt die Rendite bei uns oder wir müssen mehr Babys einklagen…
Salzgitter Zeitung: 20. Januar 2012, Salzgitter Lokales (in gekürzter, leicht veränderter Fassung)










