Müllmänner leisten soviel wie Profikicker
Männer in Orange sind Schwerstarbeiter. Nein, nicht die niederländischen Profifußballer, die aus dem EM-Turnier flogen. Ich meine die Entsorger in orangenen Overall, die für uns alle die Mülltonnen leeren – ein wahrer Knochenjob, werden die SRB-Angestellen bestätigen.
Die damit verbundene körperliche Belastung sei durchaus mit der von Berufsfußballern vergleichbar, entschied Hessens Landessozialgericht. Wie das? Ein Müll-Entsorger hatte nach zehnjähriger Tätigkeit einen Verschleiß am Meniskus zu beklagen – Berufskrankheit fand er. Bedingt durch ständiges Heben, Stoßen, Schieben, Laufen hatte er sich sein Knie verdreht.
Die Berufsgenossenschaft meinte, in dem Beruf gebe es keine gefährdende Belastung und verweigerte weitere Behandlungskosten mit der Begründung: Müllwerker würden bei der Berufskrankheit Knie nicht genannt (Profikicker und -Handballer aber schon).
Das sah das Gericht anders: Die Belastung im Beruf mit seinen täglichen massiven Dreh-, Knick und Scherbewegungen sei höher als im Bevölkerungsdurchschnitt.
Wenn Sie die orangefarbenen Truppen unserer Reinigungsbetriebe sehen, beachten Sie: die leisten einen Knochenjob für ein sauberes Salzgitter und sind dabei erfolgreicher als die niederländische Fußballnationalelf. Kunststück?
Salzgitter Zeitung: 22. Juni 2012, Salzgitter Lokales






