Mutig sein im Facebook-Zeitalter
Die deutsche Hochspringerin Ariane Friedrich ist aktuell in den Schlagzeilen. Allerdings weniger durch sportliche Leistungen: sie fühlte sich verfolgt und belästigt von einem Mann. Der wollte mit ihr via Facebook wiederholt in Kontakt treten, zuletzt schickt er ihr eine obszöne E-Mail. Die Sportlerin trat die Flucht nach vorne an, veröffentlichte den Namen des Stalkers auf ihrer Facebook-Seite (mehr dazu im Spiegel).
Seither wird heftig diskutiert: War es mutig und erforderlich, den Namen des virtuellen Belästigers öffentlich zu machen (immerhin werden seine Persönlichkeitsrechte verletzt)?
Mobbing und Stalking im Facebook-Zeitalter nehmen zu, ob bei Schülern, Lehrern oder normalen Usern – eine unangebrachte Äußerung kann eine enorme virtuelle Gegenattacke auslösen. Solche “Shitstorms” durften jüngst auch Funktionäre der Piraten-Partei erfahren.
Auf der aktuellen “Headliner”-Seite schrieb David Kinder zum Thema “Was ist Mut?”: “Hingucken und helfen ist mutig, nicht wegschauen und denken: ,Irgendwer wird schon helfen?”.
Da hat er Recht. Nicht umsonst wurden jüngst couragierte Bürger Salzgitters ausgezeichnet. Zivilcourage heißt: Auf der richtigen Seite stehen, nicht lange nachdenken, sondern handeln.
Das gilt für Hochspringerinnen und mutige Bürger in unserer Stadt.
Salzgitter Zeitung: 25. April 2012, Salzgitter Lokales,






