Nix gegen Lillibets Schwäne
Thronjubiläum im nächsten Jahr, Hochzeit ihres Enkels und 85. Geburtstag – an der Queen kommen selbst Monarchieskeptiker 2011 nur schwer vorbei.
Selbst im Kino war sie präsent. Im ausgezeichneten Film “The King’s Speech” mit Colin Firth, der ihren Vater spielt, war sie auch zu sehen – wenn auch nur als historische Person.
Dazu reiche ich mal die Information nach, dass Elizabeth II. alle Schwäne des Vereinigten Königreichs gehören. Bis 1993 gab sogar einen “Keeper of the Queen’s Swans”. Die königliche Dienststelle war seit dem Mittelalter offiziell für den Schwanenbestand zuständig – meist aus nur rein profan-lukullischen Gründen.
Neuerdings sind zwei getrennte Behörden dafür zuständig: Der “Warden of the Swans” und der “Marker of the Swans”. Beide spielen eine nicht unwesentliche Rolle beim alljährlichen “Swan Upping”, dem Schwänezählen an und auf der Themse. Hier der Link zur offiziellen “Swan Upping”-Seite des britischen Königshauses: http://www.royal.gov.uk/RoyalEventsandCeremonies/SwanUpping/SwanUpping.aspx.
Das ist insofern nicht ganz uninteressant, als die weißen Wasservögel gerade brüten. In Salzgitters Partnerstadt Swindon wurden die Hundehalter angewiesen, besonders auf ihre Vierbeiner acht zu geben. Hundebesitzer, die Angriffe ihrer Lieblinge nicht verhindern können, würden gegen zwei Gesetze verstoßen: Gegen den “Dangerous Dogs Act” (wenn Hunde in der Öffentlichkeit bedrohlich auffallen) sowie gegen “Damage to Crown Property” (Beschädigung des Besitzes der Krone). Lillibets Schwäne angreifen ist dort verboten!
Sicher würden einige in Salzgitter den “Dangerous Dog Act” auch auf Hundekot und seine Bedrohung für menschliches Schuhwerk ausweiten.
Aber nun geht es um Schwäne. Und die sollten auch am Salzgitter See oder im Ringelheimer Schlosspark ihre Ruhe haben – ganz ohne Gesetz.
Salzgitter Zeitung: 21. April 2011, Salzgitter Lokales (in gekürzter Fassung)





