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Halbjahresbilanz der Salzgitteraner Nordharzliga-Teams: Gitter II dreimal spitze
Von Torsten Bogdenand und Frank Wehrmann
SALZGITTER. Wie schlug sich Salzgitter im neuen Fußballkreis? In zwei Teilen verfolgen wir, wie es unseren Vereine in der ersten Nordharzligaspielzeit bislang erging. Den Auftakt zur Zwischenbilanz mit Zahlen und Hintergründen macht die Staffel 1.
Zahlen und Fakten
Am bislang erfolgreichsten ist die Mannschaft von SC Gitter II. Acht Siege fuhr die Mannschaft von Spielertrainer Michael Weber ein – das ist für den fünften Tabellenplatz gut.
- Mit 40 Toren ist Webers Elf die treffsicherste Salzgitteraner Mannschaft der Staffel. 2,5 Tore gelangen Gitter im Schnitt pro Spiel. Zum Vergleich: Schlusslicht FSV Fuhsetal kam bei 15 Spielen und 11 Niederlagen nur auf eine Quote von 1,3.
- Die Fuhsetaler um Trainer Marko Radmer führen zusammen mit der SG Steinlah/Haverlah die Rangliste bei den Gegentreffern an: beide kassierten 50 Tore. Die FSV-Elf kassierte pro Spiel bislang 3,3 Gegentore – gleich zehn waren es bei der höchsten Niederlage der gesamten Staffel gegen FG Vienenburg/Wiedelah.
Fuhsetal-Heimschwäche und Remis-Könige aus Gebhardshagen

By: Steven Depolo
- Das Radmer-Team ist neben Victoria Heerte übrigens die heimschwächste Salzgitteraner Elf: nur neun Tore gelangen bislang auf eigenem Feld. FSV gelang nur ein Heimsieg, Heerte immerhin 100 Prozent mehr. Die heimstärkste Elf Salzgitters ist GA Gebhardshagen. Je vier Siege und Unentschieden aus 11 Partien sind für 16 Punkte gut.
- Auf fremden Plätzen kommt übrigens Gitter II am besten zurecht. Fünf Siege bei sieben Auswärtsauftritten sprechen für sich. Kurios: Als Gast gelangen der SC-Mannschaft genauso viele Treffer wie Gebhardshagen zu Hause: 22.
- Die meisten Treffer in einem der Salzgitter-Derbys sahen die Zuschauer beim Spiel Fuhsetal gegen Steinlah/Haverlah, dass die Gäste mit 6:3 gewannen. Bei den insgesamt zehn reinen Altkreis-Duellen gab es nur drei Unentschieden, inklusive zwei Nullnummern bei Fuhsetal. Apropos: mit fünf Punkteteilungen ist Gebhardshagen Remis-König der Staffel.
Hintergründe und Kommentare
Premierensaison für Salzgitters Fußballer. Neue Strukturen, neue Gegner und neue Spielorte. So war es wenig verwunderlich, dass es so seine Zeit dauerte, bis die Salzgitteraner Teams in der Nordharzliga ankamen.
Im Gleichschritt mit den Tabellennachbarn ging es für Glück-Auf Gebhardshagen durch die Hinrunde. Trotz einer Serie von Siegen und Remis gelang es den Glück-Auf Kickern nicht, sich merklich in der Tabelle besser zu positionieren. „Egal, ob wir gewinnen oder verlieren. Unsere Konkurrenten ziehen immer gleich“, ärgerte sich GA-Coach Siegfried Kuschel.
Mit ein wenig Übermut scheint man im Landkreis Goslar in die Saison gegangen worden zu sein. Gitters Trainer Michael Weber bemängelt anfangs, dass einzelne Mannschaften und Presse voreingenommen in die Begegnungen mit den Salzgitteraner Teams gegangen sind.
„Wir haben uns von einer negativen Berichterstattung und den gelegentlichen Anfeindungen unserer Gegner nicht beeinflussen lassen“, gab sich Weber unbeeindruckt. Er hatte auch gut lachen. Sein Team holte, gemeinsam mit Vahdet Salzgitter (Staffel 2), die bislang meisten Punkte.
Launische Victoria und unglückliche Zebras
Wenn Victoria Heerte ihre launige Spielweise ablegen würde, wären sicherlich einige Zähler mehr hausgesprungen. Gegen die Tabellenoberen gewannen sie, gegen die Kellerkinder langte es allenfalls zu einem Unentschieden. „Wir müssen unsere gute Leistung auch mal in Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe transportieren“, kritisiert Heertes-Coach Thorsten Kühner die Spielweise seiner Elf.
Einzig der FSV Fuhsetal wartet noch auf den richtig zündenden Funken. Mit acht Punkten zum rettenden Ufer ist der Abstand schon ein wenig angewachsen. Dass FSV-Trainer Marko Radmer uneingeschränkt zur Mannschaft steht, ist kein Geheimnis. „Ich habe den Karren in den Mist gefahren, also hole ich ihn auch wieder raus“, gibt sich Radmer kämpferisch.
Am fünften Spieltag waren es dann auch die Fuhsetaler, die die Durststrecke der Zebras beendeten. Bis dato hatte die SG Steinlah/Haverlah noch keinen Zähler auf dem Punktekonto, bevor endlich der Knoten platzte.
Ein stetiger Quell an Emotionen bot SG-Betreuer Karsten Schulz bei den Spielmeldungen. Verschwörungstheorien machten die Runde. Durchaus unglückliche Umstände und sicherlich auch mangelndes Fingerspitzengefühl der Spielleiter haben das Gerechtigkeitsgefühl der Zebras arg strapaziert. „Fehlentscheidungen sind menschlich, aber für uns auch sehr ärgerlich“ gab sich Schulz unterm Strich versöhnlich.
Salzgitter Zeitung – 29. Dezember 2012 – Lokalsport Salzgitter (in veränderter Fassung)Auch interessant:
Über Frank
Seit 1996 bin ich freier Mitarbeiter der Salzgitter-Zeitung, als Experte für das Geschehen im hiesigen Kreisfußball. Daneben sind meine Kolumnen seit 2005 fester Bestandteil im Lokalteil der Salzgitter-Zeitung. Zusammen mit Frau und Tochter sowie zwei gefräßigen wie faulen Stubentigern versuche ich das zu meistern, was das Leben, das Universum und der ganze Rest an Absurditäten für uns bereithalten.
















































