Salzgitter – ein umgestürzter Architektenmülleimer?
Besonders neugierig bin ich, wenn es um die Außendarstellung meiner Heimatstadt geht. Da geht es mir wie Frank Goosen: Sollen alle ihre Vorurteile ausschütten (bei ihm Bochum), ich belehre sie eines besseren – Wehrmannscher Lokalpatriotismus.
Was habe ich mich gefreut: Ein Kolumne in der taz über den 28. Jazz-und Rock-Workshop Ende Juli in der Alten Feuerwache.
Und dann das: “Salzgitter, eine Stadt, die aussieht wie umgestürtzer Architektenmülleimer”. Ein Zwangszusammenschluss von depressionalen Fußgängerzonen und Dörfen, die nicht schnell genug entkommen konnten, sei unsere Stadt, schreibt die Autorin. Immerhin: Für gepflegtes Städte-Bashing bleibe ihr nicht (noch) mehr Zeit – ihr Saxophon wolle ja zum Workshop.
Ist das zu fassen?
Ich finde, die Dame braucht eine gepflegte Stadtführung. Im nächsten Jahr wolle sie nämlich wiederkommen, zur Not mit einem Kästebrotstand.
Liebe Stadtväter, eine entsprechende Einladung würde die Kolumnistin sicher neugierig auf die schönen Seiten Salzgitters machen…
Salzgitter Zeitung: 10. August 2012, Salzgitter Lokales (in anderer Fassung)




