Trainer sein wie Lothar Matthäus: Ganz oder gar nicht
Der Loddar – was muss der Rekordnationalspieler nicht alles an Spott ertragen. Gewiss, als Trainer ist Lothar Matthäus bislang nur mäßig erfolgreich aufgefallen.
Aber als Spieler und Übungsleiter bleibt der Mann mit 150 Einsätzen im Nationaltrikot ein Typ, den es so im Profifußball kaum noch gibt.
“Ganz oder gar nicht” heißt seine Autobiografie nicht von ungefähr, die ich in Auszügen vorab gelesen habe (zur Leseprobe geht es hier). Neben all den Details aus seiner aktiven Zeit finde ich seine Auffassung als Trainer fast interessanter.
Man müsse wissen, wie seine Spieler funktionieren, verriet er im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Dazu gehöre eine offene Vertrauensbasis, bei dem die Akteure auch mal ihr Herz ausschütten könnten. Nur so könne man die Leistung beurteilen. Wer die Umstände verstehe, kann offen und ehrlich mit den Spielern umgehen, so Matthäus. Allerdings müsse jeder anders behandelt werden.
Das werden Peines Trainer nur bestätigen können, getreu dem Motto: Hilfst du mir und dem Team, helfe ich dir. Als Trainer ist man auch ein wenig Kümmerer seiner Spieler.
In diesem Sinne, liebe Peiner Kümmerer: auf zum Erfolg – mit oder ohne Loddar.
Braunschweiger Zeitung, Peine – 13. Oktober 2012 – Lokalsport Peine






