Weich oder hart? Was sich wie eine komplizierte Frage anhört, die Loriot einst im Zusammenhang mit einem häuslichen Dialog zum Thema Frühstücks-Ei stellte, ist in Salzgitter auf einen einfacheren Nenner zu bringen. Es geht um Wasser.
Als ich mich schlau machen wollte, um mehr von dieser Diskussion zu verstehen, bin ich auf einen Artikel des Aquarianers Michael Schlüter gestoßen. Dort heißt es: Weiches Wasser löst Probleme für Fische und Pflanzen im Aquarium, schafft aber gleichzeitig neue.
Weiches Wasser sei instabil und erfordere einen höheren Pflege- und Kontrollaufwand, da man für ein Aquarium bei niedrigerem Härtegrad mehr Mineralien ergänzen, also hinzufügen müsse. Diese seien bei einem höheren Härtegrad aber schon drin.
Allerdings sei weiches Wasser von Vorteil für die Zucht. Warum auch immer. So oder so: Wir dürfen bei der Diskussion auch die Aquarienbesitzer mit ihren Ionenaustauschern nicht vergessen und nicht nur an länger lebende Waschmaschinenschläuche denken.
Zurzeit streiten sich ja Experten, aber auch solche, die sich dafür halten, und wieder andere, die Experten absprechen, welche zu sein, was zwingend zu tun sei. Ich bin ja dafür, die Diskussion zu vereinfachen.
Mein Beitrag: In puncto Teegenuss habe ich mich entschieden. Da kommt mir nur eins in die Tasse: heißes Wasser. In diesem Sinne: Earl Grey, heiß!
Salzgitter Zeitung: 2. Februar 2012, Salzgitter LokalesDazu erreichte mich ein Leserbrief von Manfred Fehly:
Guten Tag Herr Wehrmann,
Fische und weiches Wasser. Da wir evolutionstheoretisch von den Fischen abstammen sollen, taucht die Überlegung auf, ob wir nicht auch mehr Mineralien zu uns nehmen müssen, wenn weiches Wasser verwendet wird. Mineralien sind natürlich in den Lebensmitteln enthalten.
Vor vielen Jahren hatten wir eine Enthärtungsanlage. Nach einem Zeitungsartikel, dass sich enthärtetes Wasser für Menschen nachteilig auswirken kann (u.a. Schwindelgefühle), haben wir das Gerät entsorgt.
Die gesundheitliche Auswirkung weichen Wassers auf Menschen wäre zu recherchieren. Ich bin gespannt.
Beste Grüße
Manfred Fehly











