
By: Bill Hartmann
Bei den Gewinnen sehe man die Verluste nicht mehr, titeln wir vergangene Woche. Es ging um Glücksspielsucht, die durch Spielhallen zwar nicht ausgelöst, jedoch zumindest begünstigt werde.
Und die haben in unserer Stadt im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte nicht nur gefühlt zugenommen zugenommen. Wo früher Einzelhändler oder Videotheken waren, warten jetzt einarmige Banditen auf ihre Opfer.
Nicht von ungefähr stellte Dario Thomae während der Einwohnerfragestunde dazu fest: Keine Perspektive außer Spielsucht, während Tanzsucht mangels Diskothek gar nicht aufkomme.
In Duisburg geht es Spielhallen jetzt an den Kragen, berichtet Der Westen: Zwischen 1 und 6 Uhr darf ausnahmslos nicht gezockt werden, Mini-Casinos dürfen keine Geldautomaten mehr aufstellen und Betreiber müssen ein Konzept einreichen, was sie gegen Spielsucht tun und wie sie darüber informieren. Auch Mehrfachkonzessionen gebe mit dem neuen NRW-Glücksspielsstaatsvertrags nicht mehr.
Das schreit doch zur Nachahmung, oder? Weniger Spielhallen in Salzgitter sind eines ganz sicher: kein Verlust, sondern mehr Gewinn.
Salzgitter Zeitung – 8. Februar 2013 – Salzgitter Lokales (in veränderter Fassung)Auch interessant:
Über Frank
Seit 1996 bin ich freier Mitarbeiter der Salzgitter-Zeitung, als Experte für das Geschehen im hiesigen Kreisfußball. Daneben sind meine Kolumnen seit 2005 fester Bestandteil im Lokalteil der Salzgitter-Zeitung. Zusammen mit Frau und Tochter sowie zwei gefräßigen wie faulen Stubentigern versuche ich das zu meistern, was das Leben, das Universum und der ganze Rest an Absurditäten für uns bereithalten.














































